„Wer bei uns eine Idee für die Lösung hat, kann sie einbringen. Im Test gucken wir, ob sie das Problem löst. Das treibt uns an.“
Konrad arbeitet seit 1994 bei Materna am Standort in Dortmund im ATLAS Projekt. Was ihn zu einem Tüftler macht, der für seinen Job begeistert, hat er unserer Online-Redaktion im Interview verraten.
Konrad, was machst du im #TeamMaterna?
Ich arbeite im ATLAS Projekt. Meine Aufgabe ist es, automatisierte Tests durchzuführen, genauer Last- und Performance Tests. Damit bin ich im Bereich Engineering bzw. Qualitätssicherung unterwegs.
ATLAS – was verbirgt sich dahinter?
Das ist eine IT-Systemlandschaft für den Zoll in Deutschland. Sie ermöglicht eine automatisierte Zollabfertigung, bei der alle Prozesse der grenzüberschreitenden Warenwirtschaft elektronisch abgebildet werden. Dabei arbeiten wir eng mit unsere Auftraggeber ITZBund zusammen.
Wie sieht dein Arbeitsalltag in dieser Rolle aus?
Meine Hauptaufgabe sind die Lasttests. Ich kümmere mich in meinem Alltag darum, dass das zu testende System funktionsfähig und reaktionsschnell bleibt, auch wenn viele Leute gleichzeitig damit arbeiten. Dazu simulieren wir neben dem Nachrichtenfluss auch etwa anderthalbtausend Zollbeamte, die das System nutzen, und setzen es so unter Druck. Es muss auch nach einem Update zu jeder Zeit einwandfrei funktionieren und innerhalb der vorgegebenen Zeit reagieren. Wenn wir also in einer Testphase sind, beginnen wir in der Regel am Vormittag mit einer Teambesprechung. Dabei schauen wir uns die Testergebnisse vom Vortag an und sehen, wie der Test gelaufen ist. Wenn alles gut war, dann war es aus meiner Sicht ein langweiliger Test. (lacht) Wenn es irgendwo Probleme gab, fängt unsere Arbeit an. Wir prüfen, welche Parameter wir ändern können – ob wir zum Beispiel einen Index in der Datenbank hinzufügen oder die Anzahl der Prozesse in einem Bereich anders dimensionieren müssen. Dann starten wir den nächsten Test, der über die Nacht läuft. Am nächsten Morgen gucken wir dann wieder, was der Test ergeben hat. Das machen wir so lange, bis die Zielvorgabe erfüllt ist und das System einwandfrei läuft.
Du bist schon so lange bei uns. Warst du immer in dieser Rolle und diesem Projekt tätig?
Vor Materna habe ich an der Universität gearbeitet, unter anderem als Berater bzw. im Compilerbau. Zu Materna bin ich dann ursprünglich als Entwickler gekommen und mit der Zeit in die Test-Schiene gerutscht. Angefangen habe ich mit der Automatisierung von Funktionstest. Das ATLAS Projekt wuchs zu der Zeit und es wurden Leute gesucht. Irgendwann stand mein Abteilungsleiter bei mir im Büro und hat mich als Beobachter zu einem Test geschickt. Damals fanden die noch analog statt. Ich kam zurück und habe gesagt: „Das kann ich besser!“ Eine Weile brauchte ich zwar für meinen Aufbau, aber seitdem bin ich in diesem Feld tätig. Und das macht immer noch Spaß!
Das ist ein gutes Stichwort. Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?
Für das System und die Tests erstellen wir Simulationsskripte, die den Alltag der Nutzer:innen abbilden. Da kann es sein, dass die Software bei den Entwickler:innen super gut läuft, im Lasttest aber Probleme macht. Wenn wir sie unter Dampf setzen, kommen manchmal ganz ungewöhnliche, neue Effekte zum Vorschein. Und diese Effekte zu entdecken und zu ergründen, das macht Spaß!
Was erwartet den Menschen, der oder die bei Materna arbeitet?
Es wartet eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe auf uns, die sich nicht mit einem Fingerschnippen erledigen lässt. Bei mir im Team haben wir aber alle dasselbe Ziel vor Augen. Wir wollen das System beschleunigen, das Problem finden. Wir suchen lösungsorientiert. Wer bei uns eine Idee für die Lösung hat, kann sie einbringen. Im Test gucken wir, ob sie das Problem löst. Das treibt uns an. Mir persönlich gefällt es, meine Freude an der Technik weiterzugeben. Ich lerne noch viel von den jungen Kolleg:innen, umgekehrt ist es genauso. Gleichzeitig können wir uns dabei aufeinander verlassen, sind kollegial. Kurz: Es gibt ein kollegiales Umfeld, spannende Aufgaben und ein tolles Team, was dich im Idealfall ansteckt und mitnimmt.